US-Präsidentschaftswahlen

In den USA wird alle vier Jahre ein neuer Präsident gewählt. Wenn seine Amtszeit vorbei ist, kann sich der Präsident zur Wiederwahl aufstellen lassen. Insgesamt darf er aber nicht länger als acht Jahre und somit zwei Regierungsphasen an der Macht bleiben. Wählen kann jeder Amerikaner, der mindestens 18 Jahre alt ist. Allerdings muss er sich vorher an seinem Wohnort in ein Verzeichnis eintragen lassen.

Genaugenommen können die Amerikaner ihren Präsidenten aber nicht direkt wählen. Die Verfassung sieht nämlich vor, dass das Volk nur Stimmen für so genannte Wahlmänner abgeben darf. Diese wählen dann einen Präsidentschaftskandidaten.

Der Grund für diese indirekte Wahl liegt in der Vergangenheit. Damals, im 18. Jahrhundert, ging man davon aus, dass die Bevölkerung nicht informiert genug zum Wählen sei. Die Nachrichtenübertragung war in dieser Zeit sehr schlecht und so war es schwierig, den „einfachen" Bürgern die Präsidentschaftskandidaten vorzustellen. Die Wahlmänner hingegen waren in den jeweiligen Wahlbereichen bekannt. Die Menschen übertrugen also den Wahlmännern ihres Vertrauens die Aufgabe, einen geeigneten Präsidenten ins Amt zu bringen.

Weil die Bundesstaaten unterschiedlich groß sind, haben sie verschieden viele Wahlmänner-Stimmen zu vergeben. So kann es vorkommen, dass ein Kandidat die Wahl verliert, obwohl er in mehr Staaten gewählt worden ist als sein Herausforderer. Es ist also besonders wichtig, in Staaten mit vielen Stimmen gewählt zu werden. Dazu gehören zum Beispiel Florida und Kalifornien. Dort findet im Vorfeld deshalb auch ein besonders harter Wahlkamp statt.

Bei der Stimmenauszählung gibt es schließlich eine besondere Regel. Wenn ein Bundesstaat mehrheitlich an Wahlmänner eines Kandidaten fällt, bekommt der automatisch auch die anderen Wahlmänner-Stimmen dieses Bundesstaats zugeschrieben.

Früher konnten die Wahlmänner frei entscheiden, für wen sie stimmen wollten. Seit dem 19. Jahrhundert gehören sie allerdings einer bestimmten Partei an. So wissen die Wähler, wen ihr Wahlmann unterstützen wird.

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