Tornado

Tornados sind die heftigsten und schnellsten Winde, die es auf der Erde gibt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 500 Kilometern pro Stunde reißen sie alles weg, was ihnen in die Quere kommt: Bäume, Häuser, Lastwagen.

Tornados treten aufgrund der klimatischen Bedingungen vorwiegend im Süden der USA auf. Dort heißen sie Twister (amerikan.: twist=drehen). Aber auch in Deutschland kommen gelegentlich Tornados vor. Sie werden hier häufig als Windhosen bezeichnet. Sie können überall entstehen – auch über dem Wasser. Dann heißen sie bei uns Wasserhosen.

Man darf Tornados nicht mit Hurrikanen oder Taifunen verwechseln. Alle drei sind Wirbelstürme; Hurrikane und Taifune sind jedoch tropische Wirbelstürme. Sie können nur über warmen tropischen Meeren entstehen. Tagelang wüten sie über dem Wasser und ziehen Richtung Küste. Wenn sie über Land ankommen, geht ihnen schnell die Puste aus.

Ganz anders Tornados. Sie entstehen bei einer bestimmten Wetterlage. Es müssen zwei große Luftmassen von unterschiedlicher Temperatur und Feuchtigkeit aufeinandertreffen: zum Beispiel heiß-feuchte Luft auf heiß-trockene oder auf kühle Luft. Die unterschiedlichen Luftmassen bewegen sich dann voneinander weg. Dadurch entsteht eine Drehbewegung. Durch die Drehbewegung bildet jeder Tornado eine Art Rüssel aus, der aus einer Gewitterwolke heraus zur Erde wächst. Einmal am Boden, saugt er alles wirbelnd auf.

Tornados haben einen Durchmesser von zehn bis mehrere hundert Meter. Bei großem Durchmesser kreiseln häufig mehrere Wirbel um ein gemeinsames Zentrum. Sie ziehen oft nur wenige Kilometer weit. Tornados sind sehr viel kleiner als tropische Wirbelstürme. Häufig legen sie sich schon nach wenigen Minuten wieder. Manche Tornados wüten aber auch über Stunden.

Die Stärke von Tornados misst man nach der Fujita-Skala. Die Obergrenze ist Stärke 5. In Europa kommen Tornados nicht so häufig vor wie in den USA und wenn, dann in Verbindung mit schweren Gewittern.

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