Die Mauer [1] war ein riesiges Bauwerk, das sich 167,8 km lang rund um West-Berlin zog. Dadurch wurde der Westteil der Stadt, der zur Bundesrepublik Deutschland gehörte, von der DDR [2] und Ost-Berlin abgetrennt. Die Berliner Mauer [1] verlief quer durch die Stadt.
Sie wurde 1961 von der DDR [2] gebaut, weil immer mehr ihrer Bürger in den Berliner Westen drängten, der zur Bundesrepublik Deutschland gehörte. Oft waren es junge, gut ausgebildete Menschen. Die DDR [2]-Regierung bekam Angst, dass es immer mehr würden. Auch befürchtete sie, dass dadurch die Wirtschaft des jungen „sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaats“ empfindlich geschwächt werden könnte. Abgerissen wurde die Mauer [1] 1989 nach dem politischen Scheitern der DDR [2]. Es folgte die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten.
Anfangs bestand die "Mauer [1]" nur aus Stacheldraht und einer Reihe von Steinen. Doch im Lauf der Jahre wurde sie immer weiter ausgebaut. Am Ende war die Mauer [1] vier Meter hoch und war von Beobachtungstürmen und Schießstellungen umgeben.
Familien und Freunde wurden durch die Mauer [1] auseinander gerissen, denn Leute aus der DDR [2] durften nicht frei in den anderen Teil Deutschlands reisen. Nur DDR [2]-Rentner bekamen ab 1964 die Möglichkeit, Verwandte und später auch Bekannte in West-Berlin zu besuchen. Alle anderen Bürger der DDR [2] konnten nur aus besonderen beruflichen oder dringenden familiären Gründen eine so genannte Reiseerlaubnis nach West-Berlin beantragen. Oft wurde diese dann aber verweigert. Auch für Leute aus der Bundesrepublik war eine Reise in die DDR [2] nicht ganz einfach. Viele Formulare mussten ausgefüllt, Fragen beantwortet und Pässe kontrolliert werden.