Deutschlands jüngste Partei [1] ist „Die Linke“. Sie entstand im Juni 2007, als Linkspartei, PDS [2] (Partei des Demokratischen Sozialismus) und WASG [3] (Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit) sich zur Partei [1] "Die Linke [4]" vereinten.
Die Linke [4] versteht sich als gesamtdeutsche linke Partei [1] und steuert einen demokratischen Sozialismus an. Sie hat rund 72.000 Mitglieder. 38,1 Prozent sind Frauen. Damit ist der Frauenanteil höher als bei allen anderen Parteien.
Bei Gründung der Partei [1] brachte die Linkspartei.PDS [2] etwa 60.300 Mitglieder ein. Die PDS [2] war die Nachfolgepartei der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Diese wiederum war die herrschende Partei [1] in der ehemaligen DDR [5] gewesen. Die Mitglieder der PDS [2] lebten überwiegend in den neuen Bundesländern und in Berlin, also in den Teilen des Landes, die früher die DDR [5] bildeten.
11.500 Mitglieder kamen von der WASG [3], die besonders in den alten Bundesländern stark war. Die Mitglieder, die die WASG [3] in die neue Partei [1] mitgebracht hat, sind vor allem ehemalige Mitglieder der SPD [6] und anderer linker Parteien sowie Gewerkschaftler, allerdings auch Mitglieder des links-alternativen Spektrums.
Bei den Wahlen zum Bundestag [7] 2005 erzielte die Linkspartei.PDS [2] im Wahlbündnis mit der WASG [3] 8,7% aller Wählerstimmen und wurde somit zur viertstärksten Kraft im Bundestag [7].
Grundsätzlich geht es der Linken darum, dass der Staat [8] die soziale Verantwortung gegenüber seinen Bürgern stärker wahrnimmt und mehr regulierend in die Marktwirtschaft [9] eingreift. Der Mindestlohn, eine bessere Sicherung der Beschäftigungsverhältnisse und die Verstaatlichung der Elektrizitätsnetze sind zum Beispiel Forderungen der Partei [1].
Außenpolitisch geht es ihr vor allem um Abrüstung. Den armen Ländern sollen ihre Schulden bei den reichen Ländern und bei der Weltbank erlassen werden. Auslandseinsätze der Bundeswehr [10] lehnt Die Linke [4] grundsätzlich ab. Auch für besseren Umwelt- und Klimaschutz setzt sich Die Linke [4] ein: Der Ausstieg aus der Atomenergie soll schnellstmöglich erfolgen und die Entwicklung erneuerbarer Energien stärker vorangetrieben werden.
Bei der Bundestagswahl [11] vom 27. September 2009 hat Die Linke [4] recht gut abgeschnitten. Vor allem in den östlichen Bundesländern wird sie von vielen Menschen gewählt. Im Bundestag [7] ist sie nicht an der Regierung beteiligt, wohl aber in Landesregierungen.