Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, bekommen Geld vom Staat [1]. Das ist ein Grundprinzip in der Bundesrepublik: Wer in eine solche Notlage gerät, wird unterstützt. Auch wenn diese Unterstützung häufig sehr gering ist, hat jeder, der entlassen wird, darauf einen Rechtsanspruch. Arbeitslosengeld [2] ist also kein Geschenk oder Almosen.
In manchen Regionen ist es extrem schwierig Arbeit zu finden. Besonders hoch ist die Arbeitslosigkeit [3] zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bremen und Brandenburg. Mehr Arbeit und viel weniger Arbeitslose gibt es dagegen in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz. Insgesamt waren im Februar 2011 etwas weniger als drei Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos.
Finanziert wird das Ganze nach einem einfachen Prinzip: Wer eine Arbeitsstelle hat, zahlt pro Monat einen festgelegten Betrag für den Fall seiner Arbeitslosigkeit [3] ein. Das kann in Form von Steuern [4] oder Versicherungsbeiträgen geschehen. Diesen "Geldtopf" verwaltet der Staat [1].Inzwischen wird mehr ausgezahlt als eingenommen.
Obwohl die Arbeitslosigkeit [3] in den vergangenen Jahren gesunken ist, brauchen sechs Millionen Menschen Unterstützung vom Staat [1]. Manche verdienen nicht genug, um von ihrer Arbeit leben zu können. Dann können sie Sozialgeld oder Arbeitslosengeld [2] (genannt "Hartz IV [5]") dazu bekommen. Das sind zusammengerechnet so hohe Summen, dass das Grundprinzip der Unterstützung für alle in einer Notlage nur noch schwer zu finanzieren ist.